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Praxisurlaub: 08.07. bis 26.07.2024

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

wir möchten Sie darüber informieren, dass unsere Praxis vom 08.07.2024 bis zum 26.07.2024 urlaubsbedingt geschlossen bleibt.

Ihr Praxisteam

Ihre Schilddrüsen-Privatpraxis in Wolfsburg

Haben Sie eine Schwellung am Hals bemerkt oder das Gefühl, ein Kloß sitze im Hals. Fühlen Sie sich antriebslos oder depressiv? Sind Sie reizbar oder leiden Sie unter vermehrten Stimmungsschwankungen?
Haben sie einen unregelmäßigen Herzschlag bemerkt oder schwitzen Sie vermehrt? Leiden Sie unter unerklärbaren Gewichtsveränderungen oder vermehrten Haarausfall?

All diese Beschwerden können Anzeichen für eine Störung von Form oder Funktion der Schilddrüse sein.

Frau Dr. med. Köster ist als Fachärztin spezialisiert auf die Behandlungen von Erkrankungen der Schilddrüse.
Einer der Schwerpunkte ihrer Arztpraxis ist die Therapie der Schilddrüse bei Kinderwunschpatientinnen und Schwangeren.

Wir sind eine Privatpraxis ohne Kassenzulassung und können daher nur Privatpatienten oder selbstzahlende Patienten behandeln.

Dr. med. Claudia KösterIhre Fachärztin in Wolfsburg

Dr. med. Claudia Köster Dr. med. Claudia Köster studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Sie absolvierte an der MHH auch ihre Facharztausbildung in der Abteilung für Nuklearmedizin und spezielle Biophysik.

Während ihrer Facharztausbildung in der Medizinischen Hochschule Hannover waren ihre Forschungsschwerpunkte die Quantifizierung der Myokardperfusion mittels Positronenemissionstomographie sowie die Schilddrüsenkarzinome, insbesondere das medulläre Schilddrüsenkarzinom.

Dr. med. Claudia Köster promovierte mit einer vergleichenden experimentellen Arbeit über Stoffwechselveränderungen in der Rattenleber als Folge von Alkohol und von Schilddrüsenüberfunktionen.

Dr. med. Claudia Köster ist Fachärztin für Nuklearmedizin in Wolfsburg und Berlin niedergelassen. Sie hat sich im Verlauf ihrer Tätigkeit zunehmend auf die Schilddrüsendiagnostik und -therapie spezialisiert.

Dr. med. Claudia Köster ist verheiratet und hat vier Kinder.

Schilddrüsenerkrankungen

Es gibt viele unterschiedliche Erkrankungen der Schilddrüse. Die Schilddrüse kann vergrößert sein, aber auch manchmal sehr klein. Auch in der normalgroßen Schilddrüse können Knoten auftreten, die häufig keine Beschwerden verursachen. Diese Schilddrüsenknoten lassen sich unterscheiden in „heiße“ und „kalte“ Knoten.

In der Schilddrüse kann auch ein Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenkrebs) vorkommen. Gar nicht so selten kommen Entzündungen der Schilddrüse vor, die oft zu Funktionsstörungen der Schilddrüse führen: der Schilddrüsenüberfunktion und der Schilddrüsenunterfunktion.

Krankheitsbilder der Schilddrüse

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Die häufigste Ursache einer Überfunktion der Schilddrüse sind akute oder chronische Schilddrüsen-Entzündungen. Zweithäufigste Ursache sind Schilddrüsen-Autonomien. Auch eine Überdosierung von Schildrüsenhormonpräparaten kann eine Überfunktion verursachen.

Typische Beschwerden einer Überfunktion der Schilddrüse sind innere Unruhe, Herzrasen, Reizbarkeit, Gewichtsabnahme und Schwitzen. Die Überfunktion kann aber auch ganz ohne Beschwerden auftreten.

Eine Überfunktion der Schilddrüse ist immer behandlungsbedürftig, da sie zu einer Belastung des Herzens führt. Die Behandlung kann je nach Grunderkrankung mit Medikamenten, durch eine Operation oder mit einer Radiojodtherapie erfolgen.

Mehr über Schilddrüsenüberfunktion

Hypothreose (Schilddrüsenunterfunktion)

Die häufigste Ursache einer Unterfunktion der Schilddrüse sind auch Entzündungen (z.B. Hashimoto). Die Unterfunktion kann auch Folge einer unzureichenden Schilddrüsenhormon-therapie nach Radojodtherapie oder Operation sein.

Typische Beschwerden einer Unterfunktion der Schildrüse sind Schlappheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen, Gewichtszunahme oder Kopfschmerzen. Manche Patienten merken überhaupt nichts von ihrer Unterfunktion.

Die Unterfunktion der Schilddrüse ist nicht zwingend behandlungsbedürftig.

Mehr über Schilddrüsenunterfunktion

Kropfbildung (Struma)

Die Vergrößerung der Schilddrüse kann mit oder ohne Knoten auftreten. Sollte sie Beschwerden bereiten, kann sie medikamentös behandelt werden. Selten ist auch einmal eine Radiojod-Therapie oder Operation nötig.

Heiße Knoten (Autonomien)

Knoten, die vermehrt Schilddrüsenhormone produzieren, werden heiße Knoten genannt. Sie sind immer gutartig. Die von ihnen verursachte Schilddrüsenüberfunktion kann Beschwerden wie innere Unruhe, Herzrasen, Gewichtsabnahme und Schwitzen verursachen.

Kalte Knoten

Kalte Knoten sind relativ häufig in der Schilddrüse. Sie produzieren selbst keine Hormone und können daher auch den Schilddrüsenstoffwechsel nicht verändern. In den meisten Fällen sind die kalten Knoten gutartig. Sehr selten können sie auch einmal entarten. Daher müssen sie regelmäßig kontrolliert werden. Manchmal ist auch eine Entfernung erforderlich.

Morbus Basedow

Der Morbus Basedow ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die durch eine Autoimmunerkrankung verursacht wird. Sie geht häufig mit einer vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen, einer Überfunktion, einher.

Die Überfunktion beim Morbus Basedow kann Beschwerden wie innere Unruhe, Herzrasen, Schwitzen und Gewichtsabnahme verursachen. Manchmal kommt es beim Morbus Basedow auch zu einer endokrinen Orbitopathie - einem Hervortreten des Auges und dadurch verursachten Beschwerden am Auge.

Autoimmunthyreoiditis

Die Autoimmunthyreoiditis (M. Hashimoto oder M. Ord) ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse, die durch eine Autoimmunerkrankung verursacht wird, die im Verlauf oft mit einer narbigen Schrumpfung und einer Unterfunktion der Schilddrüse einhergeht. Selten kann es auch zu einem Wachstum der Schilddrüse führen.

Durch die Unterfunktion können Beschwerden wie Frieren, Antriebslosigkeit, Schlappheit und Gewichtszunahme auftreten

Tumoren der Schilddrüse (Schilddrüsenkarzinome)

Karzinome der Schilddrüse sind selten. Schilddrüsenknoten kommen allerdings recht häufig vor. Die Schwierigkeit besteht darin, darunter die wenigen entarteten Knoten zu erkennen, um so ein Schilddrüsenkarzinom frühzeitig behandeln zu können.

Die differenzierten Schilddrüsenkarzinome wie auch die medullären Schilddrüsenkarzinome habeneine hervorragende Prognose, wenn sie früh genug erkannt werden. Sie wachsen sehr langsam und bilden erst sehr spät Absiedlungen (Metastasen) im Körper, so dass diese Krebserkrankung meistens früh genug behandelt wird. Nur noch sehr selten tritt das undifferenzierte (anaplastische) Schilddrüsenkarzinom auf, ein schnell wachsender Tumor. Dies liegt möglicherweise an der zunehmenden Jodierung von Lebensmitteln.

Selten können Absiedlungen (Metastasen) eines anderen Tumors (Lungenkrebs, Brustkrebs, Nierenkrebs) in der Schilddrüse auftreten. Hierbei handelt es sich aber glücklicherweise um eine Rarität.


Schilddrüse & Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist eine normale Schilddrüsenfunktion sehr wichtig. Eine Unterfunktion der Schilddrüse führt in der Schwangerschaft zu einer erhöhten Fehlgeburtsrate.

Bereits in der Phase des Kinderwunsches führen zu niedrige Schilddrüsenhormonwerte zu einer verminderten Empfängnisfähigkeit. In der Überfunktion sollte eine Schwangerschaft vermieden werden.

Die meisten Medikamente gegen die Überfunktion sind dosisabhängig schädlich für das ungeborene Kind. Eine fehlende Behandlung der Überfunktion ist aber auch schädlich für Mutter und Kind. Bei einer Kropfbildung sollte in einer Schwangerschaft eine Therapie der Schilddrüse erfolgen, weil die Schwangerschaft einen Wachstumsreiz auf Schilddrüse und Schilddrüsenknoten ausübt.

Schwangerschaft und Schilddrüse

Unterfunktion (Hypothyreose)

Eine normale Schilddrüsenfunktion ist für die Schwangerschaft sehr wichtig. Bereits in der Phase des Kinderwunsches führen zu niedrige Schilddrüsenhormonwerte zu einer verminderten Empfängnisfähigkeit. In der Schwangerschaft selbst führt eine Unterfunktion der Schilddrüse zu einer erhöhten Rate an Fehlgeburten.

Es gibt auch Studien, die einen Zusammenhang zwischen zu niedrigen mütterlichen Schilddrüsenhormonwerten während der Schwangerschaft und einem etwas niedrigeren Intelligenzquotienten des Kindes feststellen.

Substitutionstherapie

Schon vor der Schwangerschaft muss bei bekannter mütterlicher Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) die Schilddrüsenhormontherapie gut eingestellt werden.

Die Werte müssen dann sofortnach Feststellung der Schwangerschaft überprüft werden, damit es nicht zu einer Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft kommt. Auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf müssen dann regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenwerte erfolgen.

Wenn die Werte der Mutter in der Schwangerschaft immer gut eingestellt sind, sollte es keine negativen Auswirkungen für das Kind geben.

Überfunktion (Hyperthyreose)

Bei einer Schilddrüsen-Überfunktion sollte eine Schwangerschaft vermieden werden da die meisten Medikamente gegen die Überfunktion (Thyreostatika) dosisabhängig schädlich für das ungeborene Kind sind.

Eine unterlassene Behandlung einer Schilddrüsen-Überfunktion während der Schwangerschaft ist aber gleichfalls gefährlich für Mutter und Kind.

Kropfbildung (Struma)

Da eine Schwangerschaft einen Wachstumsreiz auf die Schilddrüse und auch auf eventuell vorhandene Schilddrüsenknoten ausübt, sollte bei einer Kropfbildung in der Schwangerschaft eine medikamentöse Therapie der Schilddrüse erfolgen.

Hierunter muss während der Schwangerschaft die Einstellung der Therapie regelmäßig überprüft werden.

Schilddrüsen-Diagnostik Untersuchungsverfahren

Untersuchungsverfahren(Diagnostik)

Die Diagnostik der Schilddrüse setzt sich aus verschiedenen Untersuchungen zusammen: Tastbefund, Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Schilddrüse sowie der Lymphknoten am Hals und Bestimmung der Laborwerte.

Die vollständige Untersuchung der Schilddrüse erfolgt üblicherweise zum Zeitpunkt Ihres Termines.

Möglicherweise sind bei Ihnen bereits frühere Untersuchungen der Schilddrüse erfolgt. Es erleichtert Frau Dr. Köster die Beurteilung Ihrer Schilddrüse, wenn Sie die Berichte früher Untersuchungen oder eventueller Schilddrüsenoperationen zu Ihrer Untersuchung mitbringen.

In Einzelfällen sind auch eine Szintigraphie der Schilddrüse zur Funktionsbeurteilung von Knoten, eine Tracheazielaufnahme (Röntgenuntersuchung der Luftröhre) zur Abklärung einer durch die Schilddrüse verursachten Einengung der Luftröhre oder eine Kernspintomographie (MRT) oder ein CT des Brustkorbes erforderlich, um im Brustkorb gelegene Schilddrüsenanteile zu erkennen. Zu diesen Untersuchungen werden Sie von uns weiter überwiesen.

Frau Dr. Köster bespricht das weitere Vorgehen direkt im Anschluß an die Untersuchung mit Ihnen. Sie selber oder ihr Hausarzt bekommen aber natürlich auch nach etwa zwei Wochen einen ausführlichen schriftlichen Befund.

Laboruntersuchungen

Durch Blutuntersuchungen lassen sich die Schilddrüsenfunktion bestimmen, Schilddrüsen-entzündungen nachweisen und auch Hinweise auf Schilddrüsentumoren finden.

Zur Beurteilung einer möglichen Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse, aber auch zur Therapiekontrolle, werden die Schilddrüsenhormone (T3 und T4) sowie das die Schilddrüse regulierende Hormon (TSH = Thyreoidea stimulierende Hormon) der Hirnanhangsdrüse bestimmt.

Die Gesamtschilddrüsenhormone sind stark eiweißgebunden und deswegen schwankend. Zur Beurteilung wichtig sind aber nicht die Menge der Gesamtschilddrüsenhormone im Blut, sondern lediglich der auf den Körper wirkende freie (= nicht Eiweiß gebundene) Anteil der Schilddrüsenhormone. Daher werden heute nur noch die freien Schilddrüsenhormone (fT3 und fT4) bestimmt.

Schilddrüsenautoantikörper treten bei den immer häufiger werdenden Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse auf.

Bei der Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis oder Ord-Thyreoiditis) sind häufig die TPO-Antikörper (Antikörper gegen thyreoidale Peroxidase) und Tg-Antikörper (Antikörper gegen Thyreoglobulin) erhöht.

Bei der Basedow-Erkrankung sind meistens die TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) erhöht. Die Antikörper werden bestimmt, um Schilddrüsenentzündungen nachzuweisen oder den Verlauf von autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen zu überwachen.

Die Tumormarker der Schilddrüse sind das Thyreoglobulin und das Calcitonin. Sie geben einen Hinweis auf das Vorliegen eines Schilddrüsenkarzinoms.

Das Thyreoglobulin ist bei einem differenzierten (papillären oder follikulären) Schilddrüsenkarzinom häufig erhöht und insbesondere auch in der Nachsorge dieser Schilddrüsentumoren wichtig. Das Thyreoglobulin kann aber auch einmal bei gutartigen Schilddrüsenknoten (follikulären Neoplasien) erhöht sein, ist üblicherweise aber auch bei akuten Entzündungen der Schilddrüse oder bei Einblutungen in Schilddrüsenknoten oder Zysten erhöht. Deswegen müssen erhöhte Werte immer auch mit den übrigen Befunden der Schilddrüsenuntersuchung abgeglichen werden.

Das Calcitonin ist ein Tumormarker, der sehr genau im Nachweis eines medullären Schilddrüsenkarzinoms ist. Auch in der Nachsorge des medullären Schilddrüsenkarzinoms nach Operation ist das Calcitonin wichtig. Das Calcitonin kann auch einmal erhöht sein bei einer C-Zell-Hyperplasie (einer noch gutartigen Vorstufe des medullären Schilddrüsen-karzinoms), aber auch bei Nierenerkrankungen oder selten einmal bei Bronchialkarzinomen oder Mammakarzinomen.

Schilddrüsen-Sonographie - Ultraschalluntersuchung

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Mit Hilfe der Ultraschallunteruchung lassen sich in der Schilddrüse Strukturveränderungen (Knoten, Zysten, Verkalkungen) auffinden, die Größe der Schilddrüse bestimmen oder Gewebeveränderungen betrachten.

Unser Farbdoppler-Ultraschallgerät DC-60 Expert (Mindray) arbeitet in einem Frequenzbereich von 6 MHz bis 14 MHz. Die innovative Technologie der Combo-Wave-Schallsonden verbessert den Bildkontrast und führt zu einer präziseren Detailauflösung.

Mit unserem Farbdoppler lässt sich auch die Durchblutung (Perfusion) der Schilddrüse oder auch von Strukturen innerhalb der Schilddrüse beurteilen. Dies ist sehr hilfreich zur Beurteilung der Güte von Schilddrüsengewebe.

Manchmal ist zur Beurteilung von Gewebe eine ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion, eine Gewebeentnahme mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle, nötig. Damit kann bei auffälligen Knoten das Gewebe eindeutig beurteilt werden. Diese Feinnadelpunktion wird ambulant durchgeführt und ist nicht schmerzhafter als eine Blutentnahme.

Schilddrüsen-Szintigraphie

Szintigraphie

Die Szintigraphie der Schilddrüse ist eine nuklearmedizinische Untersuchung. Häufig kann die Schilddrüse auch ohne diese Untersuchung gut überwacht und behandelt werden. In manchen Fällen muss die Untersuchung aber erfolgen.

Die Schilddrüsenszintigraphie wird dann erforderlich, wenn auffällige Knoten in der Schilddrüse vorhanden sind. In diesem Fall werden Sie von uns zu einer Szintigraphie überwiesen. Bei der Szintigraphie der Schilddrüse wird eine leicht radioaktive Substanz in die Armvene injiziert. Diese Substanz ist das 99m-Technetium. Die Strahlenbelastung ist sehr niedrig, weil das Technetium eine physikalische Halbwertszeit von 6 Stunden und eine noch kürzere biologische Halbwertszeit hat. Es gibt üblicherweise keine allergischen Reaktionen auf die Injektion. Auch sonstige Unverträglichkeiten werden nicht beobachtet.

Das Technetium reichert sich innerhalb von 10-20 Minuten in der Schilddrüse an. Anschliessend wird über fünf Minuten eine Aufnahme der Schilddrüse mit einer sogenannten Gammakamera gemacht, da das Technetium Gammastrahlung aussendet. Mit der Aufnahme kann dann die Funktion der Schilddrüse bzw. von einzelnen Schilddrüsenknoten dargestellt werden.

Szintigraphisch lassen sich heiße (hyperfunktionelle) Knoten wie auch kalte (hypofunktionelle) Knoten abgrenzen. Manche Knoten haben auch einen normalen Stoffwechsel. Auch der Gesamtstoffwechsel der Schilddrüse lässt sich messen.

Heiße Knoten sind Knoten, die nicht bösartig werden. Sie sind immer harmlos, kommen aber seltener vor als die kalten Knoten. Die heißen Knoten können eine Überfunktion der Schilddrüse verursachen.

Kalte Knoten sind in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle harmlos. Weniger als ein Promille der kalten Knoten entarten zu einem Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenkrebs).

Für die Schilddrüsenszintigraphie ist keine spezielle Vorbereitung nötig. Die Patienten müssen nicht nüchtern sein. Sie dürfen vor der Untersuchung normal essen und trinken. Sie dürfen auch die meisten Medikamente einnehmen. Nur Schilddrüsentabletten sollten am Tag der Szintigraphie nicht eingenommen werden. Die Aufnahme des Technetiums in der Schilddrüse wird verändert, wenn Patienten in den vier Wochen vor der Szintigraphie jodhaltiges Röntgenkontrastmittel (z. B. bei einer Computertomographie oder Herzkatheteruntersuchung) bekommen haben. Falls möglich, sollte die Untersuchung dann verschoben werden.

Eine Schilddrüsenszintigraphie wird wegen der Strahlenbelastung natürlich nicht bei schwangeren Patientinnen durchgeführt. Auch bei Kindern wird nur in sehr seltenen Fällen eine Szintigraphie nötig sein.

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